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FilmBar I

2005 - 2006 / Kolloquium
Leitung: Prof. C. Biehler, Prof. Jan Berg

Unsere Gäste:
Christoph Girardet
Hartmut Jahn
Michael Klier
Muda Mathis
Ursula Palla

FilmBar II

borderlines - Filmische Positionen zu Grenzen und Grenzräumen

2005 - 2006 / Kolloquium
Leitung: Prof. C. Biehler, Prof. Jan Berg

Unsere Gäste:
Roz Mortimer
Eva Wolf über Ursula Biemann
Florian Wüst
Hedwig Wagner
Gerd Roscher

Die FilmBar II steht unter den Thema “borderlines”. In den 90 Jahren hatte der Gebrauch der Präposition „inter-“ und „trans-“ im kunstwissenschaftlichen Diskurs inflationär zugenommen, „Cross-over“ wurde zum Schlagwort. Ansätze wurden erneut aktuell, die vorrangig auf Übertritt oder Auflösung von Grenzen zielten.

Die FilmBar stellt diese Ein- und Ausgrenzungsphänomene zur Debatte. Zu drei Themenfeldern, die binäre gesellschaftliche Konstruktion von Geschlecht, die Grenzen von Staaten und Ländern und die Trennung zwischen Traum und Wirklichkeit wurden KünstlerInnen geladen. Es wird deutlich: Es gibt keine "natürlichen" Grenzen, nicht nur räumliche Grenzen, auch die sozialen, zwischen nationalen Identitäten und anderen sind konstruiert. Schon Georg Simmel hat im Rahmen seiner "Soziologie" vor 100 Jahren festgestellt, dass eine Grenze nicht eine räumliche Tatsache mit sozialer Wirkung ist, sondern ein soziales Phänomen, das sich räumlich formt. Dennoch ist es jedoch wichtig anzuerkennen, dass sich über die Grenze Identität konstituiert. Grenzen, räumliche wie soziale, funktionieren immer als Abgrenzungen, als Differenzierungen im Sinne einer Unterscheidung. Zugleich haben sie den Effekt der Homogenisierung dessen, was jeweils "dahinter" liegt. In einer Zusammenschau der Raumtheorien ist der Raum im Gegensatz zum stabilen Ort in Bewegung. Wenn nun die borderline die Grenzlinie ist, dann ist auch sie aktiv. Sie erweitert sich zum Raum: Der Fixierung von Unterschieden steht das Modell eines Grenzstreifens gegenüber, der Zwischenraum ist und Teil der jeweils an ihn anschließenden Räume. Es entsteht ein Zwischenraum, eine Zone, in der dies- und jenseitige Gesetze außer Kraft gesetzt sind. Dem Konzept der FilmBar, Video- und FilmemacherInnen persönlich einzuladen, sind wir treu geblieben. So gibt es die Möglichkeit die Produzenten selbst vor Ort kennen zu lernen und nach der Veranstaltung im reizvollen Ambiente ins Gespräch zu kommen. Nach dem Screening darf man sich auf die Bar mit „Themensuppe“ freuen, die jeweils unterschiedlich und fantasievoll von den Hildesheimer Studentinnen der Kulturwissenschaft Barbara Schmidt & Nadia Heinsohn in Szene gesetzt wurde.

Programmdetails „Borderlines“
/ Download PDF [29 KB]

Plakat FilmBar I
/ Download PDF [567 KB]

Plakat FilmBar II (1. Teil)
/ Download PDF [2,84 MB]