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Glücklich vereint?
Die Gemeinschaft Familie

2006 / Künstlerisches Forschungssprojekt und Ausstellung in der Hildesheimer Ledebur-Kaserne
Rahmen: Projektsemester „kollektivkörper“ der Kulturwissenschaften/ Leitung: Prof. C. Biehler / Gäste: Thomas Sterna, Ruth Hutter, Ellen Markgraf, Sylka Scholz

Horde, patriarchale Großfamilie, Kleinfamilie - die Familie ist eine sich wandelnde soziale Kategorie. Sie ist in unserer Gesellschaft in sehr unterschiedlichen Formen präsent, die gleichzeitig nebeneinander existieren: atomisiert in der Single-Kultur, neu strukturiert in der Patchworkfamilie oder in der Wahlfamilie, die als selbst gewählte Versorgungsgemeinschaft nicht mehr allein durch Geburt und Tradition, sondern durch die bewusste Entscheidung entsteht. Das Projekt wird die ambivalenten Aspekte von Herkunft und Familie in ihren Facetten beleuchten: Blut und Boden, Geborgenheit und Enge, Bindung und Ausgeliefertsein, Identifikation und Glaube, Rollenzwang und Selbstbestimmung. Der skulpturale Ausgangspunkt in unserem SPIELFELD ist ein Tisch. Für die künstlerische Praxis mit und am Tisch werden Erinnerungspotentiale, gemeinschaftliche Sehnsüchte und Identität stiftende Handlungen und Regeln, die mit Familie als "ersten Kollektiv" verbunden sind, aktiviert.