Christine Biehler

Spacetrip: Walk in the city. Gehen im urbanen Raum als künstlerisches Format

1826 / 28.10.2009, 14:00 / Hs 48 / Hauptseminar mit Übung, 4 SWS
1838 / 05.-12.02.2010 / Exkursion

Teilnehmerkreis
BA KuäP/BA SK/BA KSKJ (Modul 2/3), BA PKM (2D/4), Diplom KuäP, Diplom KSKJ (Modul 9), Diplom SK (Modul 6), MA PKM

Inhalte
Das Hauptseminar untersucht das Spazierengehen als künstlerische Praxis hinsichtlich seines Potentials, die Wahrnehmung für die gebaute und ungebaute Umwelt zu schärfen und als spezifische Kunst- und Vermittlungsform zu wirken. Der Walk als Format seit den 1960er Jahren wird in seinen unterschiedlichen Facetten anhand von Künstlerbeispielen vorgestellt; das Gehen selbst mit Texten aus der Literatur und der Philosophie reflektiert.
Unser eigener Aktions- und Handlungsraum ist Barcelona. Wir werden vor Ort Raumqualitäten als Material für performative Interventionen und skulpturale Skizzen nutzen, uns eigene Wegesystematiken ausdenken, Erkundungen ohne Karte oder Stadtplan machen, uns zielgerichtet verirren und Formen der zeichnerischen und auditiven Notation als subjektive Erforschung der StadtLandschaft entwickeln.
Spazieren, walken und Flanieren bedeutet eine Verräumlichung des Raumdiskurses, eine konkrete Operation im kulturellen oder künstlerischen Raum. Basis der Raum- und Wegeerkundungen ist die gründliche Lektüre einer Auswahl relevanter Theorien zu Raum und Stadt, die das Erkennen der vielfältigen Verflechtungen und Überlagerung unterschiedlicher Raumnutzungen befördern können.

Literatur
Lucius Burckhardt: Warum ist Landschaft schön? Die Spaziergangswissenschaft, Schmitz: 2006
http://www.richardlong.org
Reader zum Seminar ‚Spacetrip: Walk in the city’

Bemerkungen
Das Seminar mit Übung wird zu großen Teilen im Februar 2010 in Barcelona in Form eines Intensivworkshops in den Semesterferien abgehalten.