Das Fachgebiet Raum

Das Fachgebiet Raum ist seit dem Wintersemester 2004/5 unter der Leitung von Prof. Biehler ein Studien- und Forschungsbereich am Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft an der Universität Hildesheim.

Aus kulturwissenschaftlicher Perspektive wird zu dreidimensionalen Phänomenen in der Bildenden Kunst in enger Verbindung von Theorie und Praxis gelehrt und geforscht.

Vorrangiges Studienziel in der experimentellen und spartenübergreifenden Untersuchung raum- und situationsbezogener Fragestellungen ist das Erfahren und Erforschen von Kunst als Ausdrucks- und Denkform. So bietet der Bereich den Studierenden aller Semester die Möglichkeit in den Feldern Bildhauerei, Installation, Performance und Ausstellungspraxis künstlerisch zu arbeiten, Fachwissen zu erwerben und sich Schlüsselqualifikationen und Vermittlungskompetenz anzueignen.

Das Spektrum der Angebote umfasst künstlerische Strategien der Konstruktion von Bildern und Räumen mittels des eigenen Körpers, Sprache, Materialien, Objekten und architektonischen oder atmosphärischen Eingriffen. Darüber hinaus geht es um Raum- und Werkbegriffe, Prozessanalysen, Dokumentations- und Inszenierungsfragen, Vermittlungsmodelle und die Einübung eines differenzierten Sprachgebrauchs.

Die künstlerische Praxis wird zunächst in thematischen Seminaren angeregt und sorgfältig begleitet und kann dann zunehmend eigenverantwortlich studiert werden. Die Geschichte und Theorie der zeitgenössischen Kunst werden gelehrt und die Studierenden angeleitet die eigenen künstlerischen Realisationen an die aktuellen Diskurse anzubinden.

Ergebnisse der wissenschaftlichen und künstlerischen Reflektionen münden regelmäßig in Ausstellungen, Performanceauftritte, Festivals, Kunstprojekte im öffentlichen Raum oder künstlerische Editionen. Die Kooperationsmöglichkeiten innerhalb des Fachbereichs mit KollegInnen aus der Musik, dem Theater und der Medien und dem Kreativen Schreiben erweisen sich hierbei als besonders fruchtbar.

Einladungen von Experten aus der Wissenschaft, der Kunst und der Kunstvermittlung, die Workshops anbieten oder in Werkpräsentationen in ihrer spezifischen Weise über ihre Arbeit sprechen, bereichern den Hochschulalltag vor Ort.

Interdisziplinarität und Praxisbezug sind maßgeblich für die angestrebte ästhetische Auseinandersetzung als Ausdruck einer ästhetischen Haltung im gesellschaftlichen Kontext mit Blick auf die späteren Berufsfelder in Kunst und Kultur, Wissenschaft und Bildung.